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Herbergsuche

Immer wieder begegene ich Menschen, die einen Platz für ihre letzte Lebenszeit suchen.

Daheim sei es nicht mehr vorstellbar und möglich. Oftmals fühle man sich als Belastung für Angehörige und möchte sie schützen.

Was tun?

Vor kurzem haben wir einen Menschen bei uns aufgenommen, der vor der Delogierung stand. Zum Sterben darf er zu uns kommen.

Es waren bloß ein paar Stunden.

Das Zimmer war noch nicht fertig geputzt, so hatte er vorübergehend seinen Platz im Aufenthaltsraum. Gerade als wir ihn ins Zimmer verlegen wollten, wirkte er unmittelbar sterbend.

Bei ihm bis zum letzten Atemzug. Fremde Menschen.

Herbergsuche immer noch aktuell.

Dein Sterben wird zum unabänderlichen Echo deines Lebens.

Justus Vogt (1958*)